Herr Bressel: „Gelebte Verlässlichkeit ist eine Tugend.“

(Artikel vom April 2009)

Als Vorstandsmitglied ist Herr Bressel ein alter Hase. Schon in den 70er Jahren bis in die 80er Jahre hinein war er Mitglied des Vorstandes der - damals noch - AWG „Aufbau“.

In dieser Zeit war er mit seinen Kollegen vorrangig mit der Koordination sämtlicher Bautätigkeiten der Wohnungsbaugenossenschaft beschäftigt. „Wir haben die Verteilung der Arbeitsstunden abgestimmt, die Bauabnahme gemacht und den Kontakt zu den Mietern gehalten“, erinnert sich Herr Bressel. „Und das alles ohne Telefon. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.“ Immer noch ist er stolz darauf, dass sie ihre Arbeit zuverlässig und pünktlich erledigten. Eine nicht immer ganz so leichte Aufgabe. Doch er und die anderen Mitglieder im Vorstand wussten aus eigener Erfahrung wie es ist, auf eine Wohnung zu warten, und sie taten ihr Bestes.

Herr Bressel lebte mit seiner Frau bis zum Umzug in die eigene „AWG-Wohnung“ noch bei den Schwiegereltern. Ihr eigenes kleines Reich bekam das Ehepaar schließlich durch die langjährige Betriebszugehörigkeit Herrn Bressels zum RAW. In eine Wohnung der städtischen Wohnungsgesellschaft wollten die beiden wie viele andere damals auch nicht ziehen: „Die Städtische hatte keine Neubauten im Bestand“, erzählt der Achtundsechzigjährige. „Und die zu der Zeit junge Generation - also auch wir - wollte Neubauten.“ Hinzu kam die gelebte Verlässlichkeit der Genossenschaft, wie er gerne sagt. Eine Eigenschaft, die ihm heute in der Begegnung mit anderen Menschen manchmal fehlt. „Man braucht halt Geduld“, erklärt er, „eine wichtige Tugend bei allem, was man anpackt, ob Beruf, Wohnung, Auto oder Frauen.“  

Diese Einstellung hilft dem begeisterten Sportler auch heute noch beim Training seiner Volleyballerinnen und natürlich auch bei seiner Arbeit im Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“. Seit 2000 ist er dort nämlich wieder Mitglied. Als ein Wechsel im 3-köpfigen Vorstand erforderlich wurde, fragte Herr Fischer ihn, ob er nicht Interesse habe, wieder mitzuwirken. „Ich hatte ja schon Erfahrung aus meiner früheren Vorstandstätigkeit“, kommentiert Herr Bressel, der dann auch von der Vertreterversammlung in seinem neuen „alten“ Amt bestätigt wurde. Ähnlich wie früher übernahm Herr Bressel unter anderem die Bauaufsicht, diesmal für den Neubau in der Nordstraße. Zweimal in der Woche trifft man ihn in der Geschäftsstelle der WBG, wo er mit Frau Pittschaft die aktuell anstehenden Aufgaben bespricht. Sein Ziel und Wunsch ist, dass die Genossenschaft weiter wächst, ohne Schulden aufzubauen: „Wir wollen die schwierige Zeit gut überstehen, damit wir unseren Mitgliedern ein gesichertes Wohnen bieten können.“