Familie Dose: „Eine besondere Familie.“

(Artikel vom Dezember 2012)

„Bunt und fröhlich“ ist das Motto von Familie Dose, die dank der Unterstu¨tzung der WBG viel Platz fu¨rs Familienglu¨ck zur Verfu¨gung hat.

„Kommen wir jetzt in die Zeitung?“, fragt Lousia, acht Jahre, ernsthaft. Gern zeigt sie uns ihr Zimmer, wohin sie sich auch mal zuru¨ckziehen kann und in Ruhe Hausaufgaben macht, denn mit vier Geschwistern geht es gelegentlich lebhaft zu.

Familie Dose – das sind Mutter Kathrin, Vater Steffen Dose und die Kinder Louisa, die Zwillinge Johanna und Celina, fu¨nf Jahre alt, Maximilian, vier, und das Nesthäkchen Emilia mit zwei Jahren. Dank der Unterstu¨tzung der WBG hat die Familie eine ausreichend große Wohnung erhalten, sodass die Kinder ihr eigenes kleines Reich haben, nur die Zwillinge teilen sich ein Zimmer. Schon bevor Emilia auf die Welt kam, war es eng geworden in der Bitterfelder Straße, zeitweise schlief Max sogar mit im Elternschlafzimmer. Herr Dose schilderte die Situation der Familie gegenu¨ber der WBG und die Genossenschaft wollte auch gern helfen.

Leider konnte man der Familie zunächst aber keine so große Wohnung anbieten, die auch noch preislich erschwinglich gewesen wäre – ein Dilemma! Schließlich doch noch die rettende Idee: Aus zwei mach eins! Die WBG geht auf die Bedu¨rfnisse der Familie ein und verbindet zwei nebeneinanderliegende Wohnungen miteinander.

Bei den Umbauten wird die Wand zwischen den Wohnungen rausgebrochen, außerdem die jetzt u¨berflu¨ssige Eingangstu¨r zugemauert und eine Ku¨che zu einem Wohnraum umgebaut, das zweite Bad bleibt aber erhalten.

Auf 121 qm gibt es jetzt ein Bad mit Wanne und eines mit Dusche. „Sehr praktisch“, findet Frau Dose, „sonst wu¨rde es manchmal eng werden.“ Die neue Wohnung in der Friedrich-Engels-Straße ist gu¨nstig im Parterre gelegen und hat einen kleinen Balkon, auf dem im Sommer auch ein Sandkasten Platz findet. Endlich haben die Kinder genug Platz fu¨r Kuscheltiere, Bilderbu¨cher und Spielzeugautos und auch Herr Dose hat noch ein kleines Eckchen, um in Ruhe am Computer zu sitzen, wenn der Raum auch manchmal als Abstellfläche herhalten muss. „Wir sind sehr zufrieden mit der Genossenschaft, das war schon ein Entgegenkommen“, bestätigt Frau Dose.

Außerdem ist die Delitzscher Grundschule, die Louisa besucht, ganz in der Nähe und auch die Schwiegereltern wohnen nur zwei Straßen weiter. Freitags ist nämlich Oma-und-Opa-Tag, das heißt, die Großeltern betreuen die Enkel und dann haben alle „frei“. Fu¨r das Ehepaar Dose bedeutet das eine kleine Auszeit und so ist der Freitag meist fu¨r die Fitness reserviert. „Wir gehen regelmäßig ins Fitnessstudio“, erzählt Frau Dose. „Mir macht Sport Spaß und es ist ein Ausgleich fu¨r uns.“

Aber auch die Kinder haben Pause vom Familienalltag, denn außer freitags regelt ein Aufgabenplan, wer welche Pflichten hat. Zum Beispiel ist Max mittwochs dran, beim Ein- und Ausräumen der Spu¨lmaschine zu helfen. Neben den Pflichten kommt der Spaß natu¨rlich nicht zu kurz, denn nachmittags malen und basteln gern alle zusammen.

Stolz präsentieren Celina und Johanna ihre Kunstwerke und erzählen, dass sie sich schon auf die Schule freuen. „Rechnen können wir schon“, verrät Johanna und ihre Schwester ergänzt gleich: „Drei plus drei ist gleich sechs!“ – „Louisa ist eine sehr gute Schu¨lerin“, sagt Frau Dose stolz. „Mathe ist mein Lieblingsfach“, bestätigt Louisa, außerdem liest sie gern und hat schon ein volles Bu¨cherregal. Max interessiert sich mehr fu¨r Technik, besonders die Eisenbahnen haben es ihm angetan und deshalb geht die Familie auch manchmal Zu¨ge schauen am Bahnhof. Emilia, die Ju¨ngste, macht auch schon Hausaufgaben wie ihre Schwester in einem alten Schreibheft und wird meist von ihrem Lieblingskuscheltier Froschi begleitet, der Plu¨schfrosch ist fast so groß wie sie selbst!

Familie Dose ist wirklich eine besondere Familie in ihrer Wohnung nach Maß und mit der tollen Atmosphäre, so sympathisch, fröhlich, lebendig und bunt wie der Flur, der mit Hand- und Fußabdru¨cken aller gestaltet ist.